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Erwachsenenkonzert der Kreismusikschule


Die Kreismusikschule Mayen-Koblenz hatte Ende Oktober zum Erwachsenenkonzert nach Bassenheim eingeladen.

Nicht nur Kinder und Jugendliche werden in der Kreismusikschule unterrichtet, sondern auch Erwachsene. Es ist nie zu spät, ein Instrument zu erlernen. Da die Freude an der Musik als geteilte Freude auch die sprichwörtliche doppelte Freude ist, gibt es an der KMS auch für Erwachsene, die es mögen, die Möglichkeit, bei den Erwachsenenkonzerten das Erlernte vorzutragen.

Nach der Begrüßung durch die Leiterin der KMS, Frau Dr. Burzik, trug die Moderation von Johannes André, der zusammen mit Sylvia Mel-André die Zweigstelle leitet und das Konzert organisierte, zu einer angenehmen Atmosphäre bei, auch wenn sich ein gewisses Maß an Lampenfieber beim Vortrag nie ganz vermeiden lässt und einfach dazu gehört. Umso schöner dann die Freude bei allen Mitwirkenden nach den durchweg gelungenen Beiträgen. Das Programm bot ein großes Maß an Abwechslung.

Umrahmt wurde das Konzert am Anfang und Ende von einem Querflöten-Trio, das bekannte Melodien aus dem klassischen Repertoire, z.B. von Peter Tschaikowsky über Johann Strauß bis hin zu George Gershwin erklingen ließ. Das Stück „Nautilus“ von Willy Astor, für verstärkte Westerngitarre mit elektronischen Effekten, schafften eine fast hynotische Stimmung, die ganz dem Namen des Stücks entsprach. Klarinettenklänge waren zu hören u.a. mit dem „Supermario“-Thema“. Dabei konnte sich auch der neue Lehrer für Klarinette und Saxophon bei der KMS, der junge Diogo Campinho Fernandes, vorstellen.

Ein selten gehörtes Instrument bezauberte durch seine harmonischen Klänge an diesem Nachmittag: die Tischharfe. Wie der Leiter des sechsköpfigen Ensembles, Amir Khalif, mitteilte, kann man dieses wohlklingende Instrument in jedem Alter erlernen, man braucht auch keine Notenkenntnisse. Gesang in vier Sprachen, Spanisch, Ukrainisch, Englisch und Französisch mit eigenhändiger, anspruchsvoller Begleitung auf der Jazzgitarre entführte die Zuhörer teilweise in etwas melancholischere Stimmungen.

Sowohl Ausführende als auch Zuhörende gingen nach Hause mit dem angenehmen Gefühl, einen wunderbaren Nachmittag mit Musik verbracht zu haben. Es zeigte sich wieder einmal, daß Kunst und Musik nicht das Sahnehäubchen des Lebens sind, sondern die Grundlage des kultivierten Menschseins.