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Begeisterte Zuhörer beim Abschlusskonzert


Geige lernen mit der Suzuki-Methode - das bedeutet für die Schülerinnen und Schüler vor allem, von Anfang an auf der Bühne zu stehen, zusammen mit Fortgeschrittenen und vor Publikum. Die so genannte "Muttersprachenmethode" nach Shinichi Suzuki basiert auf der Idee, dass Kinder bereits ab drei Jahren das Instrument erlernen wie eine Muttersprache. Aber gerade das wesentliche Element, dass schon die Kleinsten regelmäßig auf der Bühne ihre Fortschritte präsentieren, lag zuletzt wegen der Corona-Pandemie fast gänzlich brach - auch bei den Geigenschülerinnen und -schülern der Kreismusikschule Mayen-Koblenz. Jetzt endlich konnte das Geigenensemble Allegranza unter der Leitung von David Rodriguez Toledo wieder auf die Bühne zurückkehren. Im Jesushaus in Andernach waren Eltern, Verwandte und Freunde kurz vor Beginn der Sommerferien zum Abschlusskonzert eingeladen.

Damit die jungen Geigerinnen und Geiger nicht aus der Übung kamen, hatte Rodriguez bereits seit Frühjahr 2020 immer alles möglich gemacht, was die Beschränkungen eben zuließen - von Onlineunterricht und Gruppenstunden über Zoom bis hin zu Einzelunterricht und gemeinsamen Proben mit Abstand und Maske, je nach aktueller Lage. Auch Konzerte via Zoom brachten die Kinder und Jugendlichen zumindest auf die virtuelle Bühne - und jetzt endlich wieder auf eine echte. Auch das natürlich unter Einhaltung aller Corona-Vorgaben.

Mehr als 20 Kinder von vier Jahren bis ins Teenageralter zeigten in wechselnden Besetzungen ihr Können - begleitet am Flügel von Harald Meyer, der zugleich Klavierlehrer an der Kreismusikschule ist. Bei der Begrüßung zu Beginn war David Rodriguez Toledo die Freude deutlich anzumerken, ebenso wie seinem Ensemble: endlich wieder ein gemeinsamer Auftritt vor Publikum. Zur Einstimmung spielten die Älteren ein Medley aus Fiddle-Stücken. Dann gab es gleich mit "Popcorn Pizza" eine Nummer, bei der alle mitspielen konnten, auch die Kleinsten, die erst seit zwei Monaten dabei sind. Es folgte ein abwechslungsreiches Konzert, das mit der Humoresque von A. Dvorak, dem Doppelkonzert von J.S. Bach, dem Csardas von Michael McLean und vielem mehr anspruchsvolle Geigenliteratur zu bieten hatte. Bei den "Suzuki-Klassikern", mit denen alle Schüler den Weg mit ihrem Instrument beginnen, waren dann wieder alle von Klein bis Groß dabei. Mit Fiddlemusik als Zugabe entließen Rodriguez, Meyer und das Ensemble das Publikum mit guter Laune in die Ferien. Und mit der Hoffnung, dass künftig gemeinsamer Unterricht, Proben und Konzerte wieder wie gewohnt möglich sein wird.