Begeisterte Zuhörer beim Dozentenkonzert „Alte Musik“ der Kreismusikschule

Das Dozentenkonzert „Alte Musik“ der Kreismusikschule Mayen-Koblenz fand in diesem Jahr in der Hospitalkirche am St. Nikolaus Stiftshospital in Andernach statt.

 

Auf historischen Instrumenten spielten Mizuki Ideue, Wolfgang Dey und Wolfram Strehle ein Programm um die Jubilare Girolamo Frescobaldi und Francesco Maria Veracini. Wie es der Zufall wollte, war der 9. September – der Tag des Konzerts - der 435. Geburtstag von Frescobaldi.

Wolfram Strehle hatte für seinen solistischen Vortrag vier selten gespielte Correnten aus der Sammlung 'Toccate e Corrente d'Intavolatura di Cembalo' ausgewählt, die den als Organisten berühmten Musiker auch als Komponisten beschwingter Tanzmusik der damaligen Zeit vorstellten. Auch die Canzona Quintedecima a due Bassi, ausgeführt von Mizuki Ideue am Barockcello und Wolfgang Dey mit dem Barockfagott sowie dem Basso continuo mit Wolfram Strehle am Cembalo ist wegen der Besetzung weniger bekannt, zeigt aber Frescobaldis Kunstfertigkeit, die Klangschönheit der Instrumente mit einer strengen kontrapunktischen Satztechnik in Einklang zu bringen. Eingerahmt und musikhistorisch eingeordnet wurden die Stücke durch zwei Ricercare von Giovanni Bassano, die Wolfgang Dey auf einer Renaissance-Blockflöte spielte.

Der zweite Teil des Konzerts wurde eröffnet mit Pietro Antonio Locatellis Violinsonate D-Dur von 1737, also dem Jahr, in dem der Bau der Hospitalkirche begonnen wurde. Mizuki Ideue spielte eine Bearbeitung für Cello und Basso continuo auf einem original erhaltenen Barockcello und zeigte dabei ihre große spieltechnische Virtuosität. Den 'Französischen Geschmack' stellten Frau Ideue und Wolfgang Dey mit einem Duett für Barockcello und Barockfagott von Joseph Bodin de Boismortier unter Beweis, was besonders in der Sarabande durch viele verschiedene Triller und Artikulationen zum Ausdruck kam.

Der Schluss des Programms war Francesco Maria Veracini zu seinem 250. Todestag vorbehalten. Als junger Geigenvirtuose in Italien schon sehr berühmt, wurde er als Musiker an den Dresdner Hof verpflichtet, wo er wahrscheinlich auch P. A. Locatelli getroffen hat. 1716 komponierte er zwölf Sonaten für Blockflöte und Basso continuo, von denen die drei Musiker die erste mit Noblesse, Virtuosität und 'Italienischem Geschmack' zu Gehör brachten.

Für den lang anhaltenden Applaus bedankten sich die Künstler mit einer Zugabe. Besonderer Dank gebührt außerdem Wolfgang Dey, der mit großer Sachkenntnis dem Publikum die musikgeschichtlichen Zusammenhänge der einzelnen Werke und Stilistiken nahebringen konnte.

 

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